Tradition seit 1403

Historie 1403 bis 1908

Seit dem 14. Jahrhundert bestand im Kirchspiel Gladbeck der sogenannte Lambertusmarkt zu Ehren des Heiligen Lambertus. Er begann am Samstag und dauerte bis Montag. Am 18. September 1403 verlieh der Stadthalter des Festes Recklinghausen, Petrus von Westerholt im Namen des Kurfürsten Friedrich von Köln dem Dorfe Gladbeck einen Schutzbrief für diesen Markt.

Mitte des 18. Jahrhunderts war dieser uralte Lambertjahrmarkt eingegangen, wegen der damaligen Kriegswirren und Viehseuchen. Auf Bitten der Gladbecker erneuerte Erzbischof Maximilian Friedrich von Köln am 20. September 1775 den Schutzbrief vom 18. September 1403 und der Markt lebte wieder auf als Vieh- und Krammarkt.

Der Markt entwickelte sich immer mehr zu einem Volksfest. 1859 kam zum ersten Mal ein „Karussell“, was von Hand angeschoben wurde. Die Anwohner hatten ein Schankrecht wegen der Apfeltorten (Plattdeutsch-Appeltaten) die man um diese Jahreszeit dort kaufen konnte, erhielt er schon zu dieser Zeit seinen Namen: Appeltatenfest

Nicht nur Appeltaten verkauften die Anwohner vor ihren Häusern. Auch Schnaps boten sie an. Da ging es sicher hoch her. Das war der Grund für die Kaufmannschaft, einen Antrag auf Aufhebung der in der Bevölkerung so sehr beliebten Kirmes zu stellen, wegen der Verrohung der Sitten.

Die damalige Gemeindevertretung entsprach dieser Bitte und hob mit ihrem Beschluss am 15. Oktober 1906 mit Wirkung von 1908 Knall auf Fall die jahrhundertealte Tradition des Appeltatenfestes auf.

Damit endete zunächst die über 500-jährige Geschichte des Appeltatenfestes.

Quelle: Gladbecker Blätter 1916, 1919, 1922, Aufzeichnungen Rainer Weichelt

Zur Geschichte des Lambertusmarktes (1916)

Bette - Zur Geschichte des Lambertusmarktes - Gladbecker Blätter 1916

Von der Gladbecker Kirmes (1919)

Kahlmeyer - Von der Gladbecker Kirmes - Gladbecker Blätter 1919

Lambertusmarkt (1922)

Bette - Lambertusmarkt - Gladbecker Blätter 1922